Leitung: Angelika Relin

Verehrte Gäste, liebe Freunde des Torturmtheaters,


mit Abschluss der Spielzeit 2025 ist es nun an der Zeit Adieu zu sagen und Ihnen zu danken für Ihre Treue, Ihre Unterstützung und vor allem für Ihren Enthusiasmus mit dem Sie unsere Arbeit immer begleitet haben.


50 Jahre – eine wahrhaftig imposante Zahl, die den Bogen schlägt von 1976 zu 2026, eine Epoche – aufregend, schön und großartig – die Spaß gemacht hat.

 

Glücklich bin ich, in der vergangenen Saison noch zwei Herzensstücke auf die Bühne gebracht zu haben. – "Die Entführung der Amygdala“, der jungen und vielversprechenden Autorin Anna Gschnitzer und vor allem "Ich war ein Mensch" von Katharina Schlender, das für unsere Zeit ein enorm wichtiges Stück ist, und uns bei allem Fortschritt auch an unsere Wurzeln und die Werte, die uns wichtig bleiben sollten, erinnert hat.

Nicht zuletzt konnten wir im Sommer mit der fulminanten Komödie "Der Abschiedsbrief" von Audrey Schebat begeistern, genauso wie mit der Wiederaufnahme der Erfolgsstücke aus der vorherigen Saison "Fragmente der Liebe" von Henriette Dushe und nun zum Abschluss im Dezember "Viele gute Dinge kommen aus Reykjavik!" von Josef Maria Krasanovsky.











Mir persönlich war immer wichtig, Ihnen außergewöhnliche Stücke anzubieten, die nicht nur unterhalten haben, sondern auch lange nachhallten und zu Diskussionen anregten, dennoch aber stets Phantasie und Witz mitbrachten, damit Sie auch Spaß hatten an Ihrem Besuch im Torturmtheater.

Veit Relin nannte dieses kleine, große Theater mit der besonderen Atmosphäre immer auch das Theater der Wahrhaftigkeit und diese Tradition konnte ich in seinem Geist fortsetzen.



Mit einem Abschiedsabend am 27. Februar 2026 geht nun also eine Epoche zu Ende. An diesem Abend möchte ich gemeinsam mit Ihnen noch einmal an Veit Relin erinnern.

Er konnte mit seinem Charisma stets die Herzen der Menschen erreichen, vielen von Ihnen werden Begegnungen mit ihm unvergesslich bleiben. Sei es zu einem der zahlreichen Soli, wie z.B. "Der Kontrabass" von Süskind oder "Der Mann, der drei Arme hatte" von Albee, oder bei einer Rezitation im Foyer zum Saisonstart; diese verzaubernde Atmosphäre, die Veit Relin in seinen Lyrikabenden erschaffen konnte, habe ich persönlich immer ganz besonders geliebt. Vielleicht war es ein Gespräch, das Sie mit ihm hatten, oder er skizzierte Sie ins Programmheft, das so zu einer ganz besonderen Erinnerung wurde.

Ich wünsche mir, dass die Gäste, die mit uns den Abschied genau an dem Abend feiern, an dem mein Mann 1976 das Theater nach dem Tod von Luigi Malipiero wiedereröffnet hat, all ihre eigenen, ganz persönlichen Geschichten, die sie mit diesem schönsten Theater der Welt verbinden, mitbringen und wir gemeinsam die Ära Relin noch einmal lebendig werden lassen.  



Aus ganzem Herzen danken möchte ich an dieser Stelle auch meinem kleinen Team, das mich immer mit großer Treue unterstützt hat und auf das ich mich in allen Situationen absolut verlassen konnte. Ohne Euch wäre dieses Theater mit aller Wärme und Herzlichkeit nie möglich gewesen.

Aktuell sind das besonders Ilse Bogner und Inge Rienecker, die Sie am Telefon und persönlich am Abend an der Kasse begrüßt und betreut haben, sowie meine über Jahrzehnte treuen Freunde Steffen Schroll und Falk Steinle, die am Abend für Licht und Ton sorgten und denen Sie beim Einlass begegnet sind, ebenso wie Lucas Kniess, der noch nicht so lange Zeit mit dabei ist, aber sofort von uns allen, und auch von Ihnen herzlich aufgenommen wurde.


Und natürlich darf auch unser unvergessliches "Lörchen", das von Beginn an bis 2011 so treu an der Seite meines Mannes und mir nie gefehlt hat, an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.



 











 



Zum Erfolg der letzten Jahre gehören auch die Regisseure Eos Schopohl, Oliver Zimmer, Ercan Karacayli, Christine Bossert und Christine Neuberger. Sie alle haben mein Herzblut geteilt und mit viel Phantasie, Witz, Humor und vor allem großem Können traumhafte Inszenierungen auf unser kleines "Nudelbrett" gezaubert.

Wer zu Ihren Lieblingsschauspielern gehörte, werden Sie sicher selbst schon längst entschieden haben. Es waren viele, und viele sind zu Freunden geworden.



An all das möchte ich mich mit Ihnen zusammen am 27. Februar 2026 bei einem Abschlussabend erinnern, an dem wir noch einmal Veit Relin in Wort und Bild und vielen Geschichten begegnen.

Ich wünsche mir aber auch, dass unsere Stammgäste alle ihre eigenen Geschichten mitbringen, um so die Ära Relin aus vielen Perspektiven lebendig werden zu lassen und damit selbst zum Gelingen dieses Festes beitragen – denn was wäre das Torturmtheater ohne sein treues Publikum gewesen.


Veit Relin hat dieses wunderbare Theater zu dem Kleinod gemacht, das ich die Ehre hatte nach ihm bis heute weiterzuführen. Danke, es hat viel Spaß gemacht, Ihnen immer aufregende, außergewöhnliche Aufführungen anzubieten, die lange nachhallen konnten.


Bitte schenken Sie meinen Nachfolgern, dem Ehepaar Katja Thost-Hauser und Christian Peter Hauser das Vertrauen, das Sie meinem Mann und mir immer entgegengebracht haben.


Ihre Angelika Relin

Wenn Sie an der Abschlussveranstaltung teilnehmen möchten, können Sie sich hier gerne anmelden: kartenbestellung@torturmtheater.de

Wir bieten an diesem Abend ein Catering mit Getränkebegleitung an, für das wir einen Unkostenbeitrag von 40 Euro/Person veranschlagen, die Veranstaltung selbst ist frei.

P.S.: In unregelmäßigen Abständen werde ich Ihnen hier Neues, auch zur Ausstellung zum 100. Geburtstag von Veit Relin 2026, zukommen lassen, wenn Sie das möchten.

Meine Emailadresse (angelika.relin@torturmtheater.de), wie auch die bisherige Telefonnummer 09333-268 werde ich beibehalten.

v.l.n.r.: Inge Rienecker, Falk Steinle, Angelika Relin (Foto: Heiko Becker), Steffen Schroll, Ilse Bogner, Lucas Kniess

Torturmtheater Sommerhausen

1976 - 2026

Schätze – Kurios – Krempel

aus den vergangenen 50 Jahren


Requisiten, Kostüme oder Kulissen sind auch weiterhin auf unsere Seite  torturmflohmarkt.de zu finden.  

Wir laden Sie zum Stöbern ein, hier gibt es nichts, was es nicht gibt und Dinge, von denen Sie schon längst vergessen haben, dass es sie einmal gab. Vielleicht finden auch Sie hier Ihr ganz persönliches Andenken.

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